thegap - braucht Wien ein Festival?

“thegap” stellt in seiner aktuellen Ausgabe eine simple Frage: “Braucht Wien ein Elektronik Festival?” die Antwort ist im Großen und Ganzen die gleiche: “Ja, Wien braucht ein Elektronik Festival”. So eindeutig die Antwort auch sein mag, so sehr gehen die Meinungen auseinander, wenn es darum geht, wie so ein Festival über die Bühne gehen könnte.
Wie ein erfolgreiches Konzept funktioniert, zeigt das Urban Art Forms Festival, das dieses Wochenende in Wiesen statt findet.
Mit ein Reiz der elektronischen Szene in Österreich ist, dass es keine eigentliche Szene gibt. Viele Untergruppen und kleinere Gemeinschaften sorgen für den international anerkannten und geschätzen Sound.
Diese ambivalente Situation ist jedoch mitverantwortlich dafür, dass ein Kompromiss auf Ebene der Veranstalter nur schwer zu erreichen ist. Dies führt dazu, dass ein gemeinsam organisiertes Festival nur schwer, bis undurchführbar scheint. Dass ein Festival der Bundeshauptstadt gut tun würde, da sind sich wiederum fast alle Beteiligten einig.
Wien als traditionsreiche Musikstadt braucht solch ein Vorzeigeprojekt. Leider scheitert es bislang an den oben beschriebenen Anforderungen.
Im Artikel wurde das Urban Art Forms Festival in Wiesen als vermeindlicher Tabubrecher angesprochen. Wo ist die kommerzielle Grenze? Wie weit darf man gehen, so dass das Festival noch authentisch erscheint? Darf ein Festival nach dem Sponsor benannt werden? In der Klassik werden die Festwochen bekanntlich auch nicht nach dem Sponsor benannt. Statt den “Salzburger Festspielen” etwa die “Audi Festspiele in Salzburg”? Nicht vorstellbar, aber warum?
Ich denke da gibt es bestimmt mehr als jene sieben Thesen, die in der aktuellen Ausgabe des Jugendmagazins “thegap” nachzulesen sind.
Ein spannedes Thema, das ein wenig die Problematik der österreichischen Musikszene beschreibt und auch ein wenig zum schmunzeln und nachdenken anregt.
Hier das PDF zum downloaden.
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