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“the Gap” April 2008 / “medianet” Ausgabe vom 23.4.2008 Lesen »

Ein eher bescheidener Artikel zum Thema Krocha erschien am 28.03.08 im Kinderkurier. Lesen »

Das Gratisblatt „Heute“ schrieb in seiner Printausgabe vom 15.04.2008 über die neue Krocha-CD, die am 02.05.2008 unter dem Namen „Krocha Traxx“ erscheinen wird. Lesen »
Die Kleidung
Man zeigt Flagge und Marke. Das Label, als Markenzeichen steht stark im Vordergrund. Markenprodukte sind ein Muss. Die Zeiten des dezenten Understatement sind mit dem Erscheinen der Krocha-Bewegung vorbei.
Marken funktionieren immer nur durch ihre emotionale Aufladung, oder einfacher gesagt, die Identität des Nutzers muss beim erkennen der Marke ganz klar sein.
Es sind aber nicht nur Marken, die im Vordergrund stehen. Bestimmte Farben und Kleidungsstücke an sich demonstrieren mit welcher Gruppe sich die Jugendlichen identifizieren. Neonfarbene Kappen gehören genauso wie teuere Sportschuhe zu der Grundausstattung eines jeden Krocha. Auch die Art wie beispielsweise Kappen getragen werden zeigt deutlich, wer vor einem steht.
Zur Freude vieler männlichen Krocha liegen „Hot Pants“, kurze Röcke und körperbetonte Textilien bei weiblichen Krocha wieder hoch im Kurs. Unabhängig von äußeren Temperaturen zeigen die Damen viel Bein und Haut.
Frisur und Styling
Passend zu dem Modeauftritt spiegelt sich das Bestreben aufzufallen auch im Styling wieder. Der Vokuhila ist wieder im kommen, vorne kurz und hinten lang. Blondierte Haare bzw. eine tiefschwarz gefärbte Haarpracht, oftmals mit Strähnchen versehen, sind das weibliche Gegenstück zum Vokuhila der Jungs.
Ein weiteres Muss ist die Körperbräune. Solarium ist bei der Krochaszene genauso obligatorisch wie die Bräunungscreme. Blasses Aussehen ist ein definitives No-Go beim Fortgehen.
Generell könnte man sagen, dass ein ordentliches und gepflegtes Styling bevorzugt wird. Augenbrauen auf die richtige Länge und Form getrimmt, teilweise auch Muster in den Haaren rasiert, zeigen, dass wieder vermehrt auf Optik Wert gelegt wird. Das Aussehen lassen sich die Jugendlichen auch einiges Kosten. Bis zu 400 Euro im Monat werden für Klamotten, Hairstyling und Solarium ausgegeben.
Krocha, jetzt hat jeder Mal von ihnen gehört
Es war der zweite April, es war ein normaler Mittwochmorgen, es war normal bis auf eine kleine Sensation. Man könnte es als die Stunde Null bezeichnen, den Beginn der Zeitrechnung der „Krocha-Jahre“.
Die Jugendbewegung „Krocha“ war bis zu diesem Datum der Allgemeinheit eher unbekannt. Ab und an haben end30iger mit einem Lächeln diverse Jugendliche beobachtet, weil ein paar der Farben und Kleidungsstücke aus den 80er wieder aufgetaucht sind.
Die eigentliche Sensation ist aber, dass es eine Jugendbewegung aus der abgestammten Szene in die breite Öffentlichkeit geschafft hat. Bis zu diesem zweiten April 2008 gab es vereinzelt Berichte in diversen Tageszeitungen. Aber nicht mehr. Kleinere redaktionelle Berichterstattungen die aber keine weiteren großen Wellen geschlagen haben. Was aber die Lawine ausgelöst hat war ein Bericht in der Morgenshow von „OE3“: Zwei Krocha haben es in den „OE3 Wecker“ geschafft und haben Österreich die Krocha näher gebracht.
Die ZIB berichtete über die neue Jugendbewegung, es wurde weiter im OE3 Wecker diskutiert und die Show „Dancingstars“ brachte sogar einen der bekanntesten Tanzschullehrer und Benimm-Experten zum “krochen”. Wer bis dato keine Ahnung hatte was ein Krocha ist, dem war spätestens jetzt klar: es gibt eine neue Jugendbewegung! Soziologen und Modehändler meldeten sich genauso zu Wort wie Kabarettisten, die sich von der humoristischen Seite dem Thema näherten. Und wie bei jeder neuen Jugendbewegung gibt es mehrere Seiten, von denen aus man sich auch den Krocha nähern kann.
Wie zu erwarten polarisiert auch diese Jugendbewegung die Leute. Manche mögen sie, andere wiederum belächeln die bunten “Vögel”. Egal aus welchem Lager man sich nähert, eines ist klar, die Krocha kann man nicht mehr übersehen.
Jetzt wird ordentlich gekrocht!
Die meisten Jugendbewegungen hatten ihren eigenen Tanzstill. So auch die Krocha. Sie „krochen“.
Krochen ist eine bestimmte Art des Tanzens, die sich an dem Takt, hauptsächlich aber am Tempo der Musik orientiert. Da Krocha eher zu schneller, elektronischer Musik tanzen, ist das richtige krochen eine Kunst für sich. Viele Stunden werden geopfert, damit die richtigen „Moves“ richtig sitzen.
Die Krocha haben ihren eigenen Stil entwickelt. Eine Mischung aus Jumpstyle und Shuffeln. Das schöne an dieser Art von Tanz ist die Tatsache, dass alles erlaubt ist. Hauptsache es sieht gut aus.
Ob alleine oder synchron in Gruppen, gekrocht wird immer und überall. Wer sich noch immer nichts darunter vorstellen kann, sollte unbedingt einen Blick in unser Videoarchiv wagen.

In der Printausgabe vom 13.02.08 erschien ein Artikel zum Thema Krocha. Lesen »
